Mittwoch, 3. Juli 2013

Knipser Riesling Halbstück 2009 - Brandheiß!


Bezeichnung: Knipser Riesling Halbstück 2009
Art: Weißwein
Herkunftsland: Deutschland
Anbaugebiet: Pfalz
Lage: ---
Erzeuger: Weingut Knipser

Rebsorte: Riesling
Alkoholgehalt: --- % Vol
Jahrgang: 2009
Preis:  --- € / 0,75l (ab Hof) 


Da stand ich, im Kelterhaus des Weingut Knipsers. Stephan Knipser führte mich herum und zeigte mir alles. Es war wie so oft bei meinen Winzerbesuchen: Ich wurde warm und herzlich empfangen und freundschaftlich behandelt. Der Rundgang beeindruckte mich. Das 60 ha große Weingut war auf dem neuesten Stand, doch spätestens im Fasskeller sah man, dass Moderne nicht den bestimmenden Faktor bei der Weinbereitung darstellt. Bei Knipsers setzt man auch viel auf Tradition. Die Spannweite der Weine reicht von einfachen und guten bis hin zu fesselnden, grazilen, faszinierenden Weinen, ganz zu schweigen von den wunderbaren Spätburgundern und Rotweinen von Weltrang! 

Nach einiger Zeit waren wir im Flaschenlager angekommen. Stephan blieb unvermittelt stehen und zog eine unetikettierte Flasche aus einer der Gitterboxen. Es war eine Schlegelflasche, drin war Weißwein, das konnte ich sehen! Und die Oberseite des Korkens zierte die Jahreszahl "2009". 
"Das is der Halbstück 2009, kommt erst 2014 in den Handel... Hier, nimm mit und schreib' darüber, das würde mich freuen!"
Und so kam ich zu dem Wein! ☻

In der Nase Birne, Holunder, Erdbeere und eine leichte Holznote! Erdbeere, bei Riesling... WOW! 
Am Gaumen dann überraschend dezent, Apfel, Birne und Avokado. Die grandiose Säure bewahrt sich bis in den Nachhall hinein. Er ist tiefgründig, das Adjektiv "philosophisch" passt hier wirklich! Wow!
Dieser Wein haut mich um und er ist ja noch nicht einmal im Verkauf! Ich freue mich darauf, wenn er die Reife erreicht hat!

♫ ♫ ♫ ♫ ♫ ♫ (6)

Donnerstag, 6. Juni 2013

I'll tame that Beast! - Thommy Hörner Gelber Muskateller 2012


Bezeichnung: Thommy Hörner Gelber Muskateller 2012
Art: Weißwein
Herkunftsland: Deutschland
Anbaugebiet: Pfalz
Lage: ---
Erzeuger: Thommy Hörner

Rebsorte: Gelber Muskateller
Alkoholgehalt: 12,0 % Vol
Jahrgang: 2012
Preis:  6,00 € / 0,75l (ab Hof) 


Heute war der lange erwartete Moment endlich da und die Post stand mit einem 6er-Karton Wein vor meiner Tür. "Bitte noch hier unterschreiben", murmelte der Postbote. Ist ja gut, dachte ich mir, aber kann ich endlich das Paket haben. Ich wusste ja schon, was sich darin verbarg. Und das gab allen Grund zur Freude! Ein Social-Media-Freund (an dieser Stelle meinen herzlichsten Danke!) hatte mir Wein von einem befreundeten Winzer zugeschickt. Unterschiedlichste Flaschen und Weine fanden sich darin. Unter anderem auch ein Gelber Muskateller von 2012, aber dazu später mehr!


Thommy Hörner im Weinberg

Die Weine kamen vom Winzer Thommy Hörner / Weingut Hainbachhof in Hochstadt/Pfalz. Ein Winzer der jungen Generation, der das auch ganz klar in den Weinen widerspiegelt! Aber nicht nur dort, nein. Man merkt es auch an der Arbeit, die er verrichtet und wie er das tut! Seit 2007 ist er im Betrieb für die Weinbereitung verantwortlich. Zuvor hat er seine Ausbildung in den Betrieben Koch, Münzberg und Knipser absolviert. Nach Generatioen andauerndem Weinbau vor ihm und bei einer Größe von 30 ha hat er das Ruder übernommen und nimmt eine konsequente und geniale Route. Er ist ein Verfechter von Handarbeit und nutzt keine Herbizide oder Kunstdünger. Im Keller verfolgt er die Strategie des "kontrollierten Nichtstuns". Das perfekte Traubengut wird schonend verarbeitet und nur schwach filtriert, auf Schönung wird vollkommen verzichtet!Alle Rotweine werden unfiltriert abgefüllt!



Das war nur ein kurzer Überblick über das Weingut, doch was hatte ich da oben noch einmal gequatscht? Irgendetwas von einem Gelben Muskateller... Ach ja, der Wein, wie ist er denn eigentlich?

In der Nase kommt eine wahre Welle von Aromen auf mich zu, fast so wie Töne bei einem Lied von David Guetta (Hello Miami zum Beispiel). Natürlich, der Wein braucht seine Zeit, hat eben wirklich etwas von einer Zicke, die genau richtig behandelt werden will. Aber wenn man mit ihm kann, dann beschenkt er einen mit Litschi, Honigmelone, Apfel, Rose, Zitrone und Muskat. Baaaaam, ein Biest in dieser Beziehung. Verheißungsvoll im Duft, vielleicht eine Niete im Mund? Keinesfalls!

Am Gaumen überraschen einen Sternfrucht, Mango, Nektarine, Zitrone und eine bombige Säure! Der Wein beweist wirklich ein geiles Säuregerüst, das hintennach einen tollen Schub gibt! Mit der Zeit wirkt der Alkohol harmonierend mit der Säure und schmeichelt einfach nur dem restlichen Auftritt! Der Abgang ist wahnsinnig animierend und man kann ihn gar nicht ganz auskosten, weil schon der nächste Schluck lockt!
Aber nicht, dass das alles wäre, nein! Bei jedem neuen Schluck präsentiert sich der Wein anders, legt weitere seiner Aromen frei. Bei jedem weiteren Schluck offenbart er mehr von seiner Seele!

Mein Fazit ist eindeutig: Diesen Wein bei diesem Preis nicht zu Hause liegen zu haben zeugt von Desinteresse an gutem Wein. Diese Zicke ist, wenn man sie erst einmal gezähmt hat, eine wahre Lady!

♫ ♫ ♫ ♫ ♫ ♪ (5,5)

Freitag, 31. Mai 2013

Der Förderer, oder: Weingenuss hat sehr wohl etwas mit der Umgebung/Stimmung zu tun


Bezeichnung: Mecenas Cabernet Sauvignon 2009
Art: Rotwein
Herkunftsland: Spanien
Anbaugebiet: Rioja
Lage: ---
Erzeuger: Viñedos de Aldeanueva

Rebsorte: Cabernet Sauvignon
Alkoholgehalt: 14,0 % Vol
Jahrgang: 2009
Preis:  3,90 € / 0,75l (online) 


Mecenas heißt er, kommt ja fast schon griechisch daher. Aber keinesfalls, dies hier ist ein waschechter Spanier, aus Rioja sogar! Mit Mäzen wird er übersetzt, ein kompliziertes Wort für Förderer. Gekeltert wird er von der Genossenschaft Viñedos de Aldeanueva. Gedacht ist er als einfacher Land- oder Tafelwein, ein Inbegriff von Essensbegleiter für die heimische Bevölkerung. Untypisch dafür lag er 6 Monate im Barrique. Ein Förderer soll er also sein... Doch ist er wirklich so fördernd?

Kennengelernt habe ich diesen Wein vor letztes Jahr bei einem Essen mit der Familie und Bekannten in einem spanischen Restaurant in Fürth. "La Tasca" heiß der Laden und kann nur wärmstens empfohlen werden! Das Ambiente ist etwas düster aber stimmig, das Personal ist freundlich und herzlich. Die Speisen und von denen vor allem die Tapas sind ausgezeichnet! Das einzige Manko: Die Tische sind ab einer solchen Gruppe, wie wir es waren zu klein, als dass alles darauf Platz fände.
Auf jeden Fall waren wir an diesem Abend dort und bei der Wahl der Getränke einigten sich die Weintrinker kurzerhand auf den Hauswein rot. Serviert bekamen wir eben diesen Cabernet Sauvignon aus dem Rioja. Die Tapas kamen und man aß und trank und redete. Ruck-Zuck waren vier Flaschen geleert und die Gespräche wurden lockerer. Zu diesem Abend und dieser Atmosphäre passte er einfach!
Es ist ja bekannt, dass der Geschmack von Wein und wie er einem gefällt nicht nur allein vom Wein selbst abhängt, sondern noch von vielen anderen Faktoren (wie eben Atmosphäre, Tageszeit, Stimmung, etc.) beeinflusst wird bzw. werden kann. Doch wie schlägt sich dieser Wein, wenn er in einer für mich neutralen Umgebung ganz auf sich alleine gestellt ist? Wirkt er dann immer noch fördernd?
Nur als kleine Info: Ich habe mir den Spaß erlaubt, einen Teil der Flasche zu dekantieren und den Rest in der Flasche einfach wieder luftdicht verschlossen. In welcher Variante präsentiert er sich besser?

Der nette Mäzen wirkt aus der Karaffe heraus etwas stark holzlastig. Doch glücklicherweise ist da neben dem Holz auch noch etwas anderes, ja, es handelt sich doch tatsächlich um Aromen von Nelke, Zimt aber auch Kirsche. Im Mund hat er eine leichte Süße, die aber relativ zügig von den aufbrausenden Tanninen blockiert bzw. überspielt wird. Am Gaumen wirkt er dann etwas pelzig, aber wohlig warm und rund, wobei ich ihn nicht als "in sich geschlossen" bezeichnen würde. Das Tannin stich nämlich schon etwas heraus!
Aus der Flasche preschen einem die Tannine förmlich entgegen, Im Geruch vermutet man eine kühle Finesse, die der Wein vielleicht beherbergen könnte. Auch nimmt man Gewürze (auch wieder Nelke) und Basilikum wahr. Außerdem etwas Rosinenartiges. Aber wie schon gesagt, hier verhält es sich mit dem Tannin noch viel schlimmer, Tannin, Tannin, Tannin...

Fördernd ist er nicht gerade, höchstens für Kopfschmerzen (kein Wunder bei 14 Vol-%) oder einen tauben Mundraum. Und genau das ist doch das erstaunliche. Bei diesem Essen war ich total zufrieden mit dem Wein, er hat mich dort sogar überzeugt. Genau so letzte Woche, auf dem "Wiederholungevent", sonst hätte ich wohl keine Flasche dieses Weins mitgenommen. Doch Weingenuss besteht eben nicht nur aus dem Inhalt der Flasche sonder aus vielen kleinen, unterschiedlichen und trotz dessen aber gleichgewichtigen Faktoren!

♫ ♫ ♪ (2,5)

Dienstag, 28. Mai 2013

Bonus Riesling trocken 2012


Bezeichnung: Bonus Riesling trocken 2012
Art: Weißwein
Herkunftsland: Deutschland
Anbaugebiet: Rheinhessen
Lage: ---
Erzeuger: Weingut Helmut Geil

Rebsorte: Riesling
Alkoholgehalt: 12,0 % Vol
Jahrgang: 2012
Preis:  5,60 € / 0,75l Im Online-Shop des Winzers 


Die Geschichte von mir und meinem Praktikum beim Weingut Helmut Geil in Monzernheim im August 2012 hat sich ja schon herumgesprochen. Es gibt auch hier auf dem Blog unter der Rubrik "Praktikum in Rheinhessen" einen Bericht dazu! Aber irgendwie werde ich nicht müde, die Story zu erzählen. Um euch aber nicht zu langweilen kommt nur ein kurzer Auszug daraus, der mit dem Wein zu tun hat, den ich heute vorstelle.

Es war gleich der erste Tag, den ich dort verbrachte. Sonntagabend kam ich an und Montagabend erwartete Andreas eine Gruppe Gäste, die ein Programm aus Weinbergs- und Weingutführung inklusive Weinprobe gebucht hatte. Ich weiß nicht mehr genau, wann es war, aber es muss so um 16 oder 17 Uhr gewesen sein, als die Gruppe mit dem Bus ankam. Im Weinberg stand er, der Andreas und erzählte einer 20-köpfigen Abteilung älterer Damen und Herren die Besonderheiten hier und ein paar allgemeine Sachen. Eine etwa gleich große Gruppe sammelte sich um Helmut Geil und war mit einem anderen Abschnitt des Weinbergs beschäftigt. Da fiel die Frage, die mein ganzes Praktikum prägte. Eine Dame fragte, ob ich der kleine Bruder sei. Andreas wehrte lächelnd ab: "Nein, das ist unser Praktikant. Noch ganz frisch, erst heute eingetroffen!". Ich musste unweigerlich lächeln. Rheinhessischer Humor vom feinsten!
Im Weingut folgte dann die Besichtigung des Kelterhauses und des Kellers. Danach fand die Weinprobe stat. Wie es sich für die Jahreszeit gehörte natürlich draußen. Der Senior wies mich schnell ein und dann half ich mit, die Weine auszuschenken. War die Runde versorgt, so zog ich mich mit dem Senior ins Flaschenlager zurück und wir probierten gemeinsam, was wir gerade den Gästen eingeschenkt hatten. Er erzählte immer etwas über die jeweiligen Weine und ich bekam damit schon am ersten Tag einen kleinen Überblick über einen Teil der Produktpalette.
Das war auch meine erste Begegnung mit dem Bonus Riesling trocken, damals natürlich noch der 2011er Jahrgang. Damals war er noch etwas verschlossen, aber trotzdem saftig, Pfirsich und Mango konnte man erkennen, frisch und fruchtig, jugendlich eben. So war er!

Doch wie ist der neue Jahrgang? Wie präsentiert sich 2012?
Er besticht durch wunderbare Aromen von Apfel, Kiwi, Cassis und Stachelbeere. Er ist strohig, frisch und wirkt am Gaumen wunderbar belebend.Nur hat man den Eindruck, dass er etwas zu wenig Alkohol für die taffe Säure hat. Trotzdem kann man sich ihm vor allem aufgrund der fruchtigen Aromen nicht mehr entziehen, wenn er einen einmal gefangen hat!

Dieser Wein in diesem Jahrgang sticht nicht nur seinen Vorgänger sondern auch allerer Hand Konkurrenten aus! Mein Tipp: 'Nen Karton oder zwei kaufen, einlagern und mal dazu genießen, mal dazu. Mal öffnen, wenn die Schwiegereltern da sin, mal öffnen, wenn die beste Freundin da ist. Ein Wein für jede Gelegenheit, Kauftipp!

♫ ♫ ♫ ♫ ♪ (4,5)

Freitag, 29. März 2013

Einzigacker 2011


Bezeichnung: Einzigacker 2011
Art: Weißwein
Herkunftsland: Deutschland
Anbaugebiet: Rheinhessen
Lage: ---
Erzeuger: Weingut Dreissigacker

Rebsorte: Weißer Burgunder
Alkoholgehalt: 13,0 % Vol
Jahrgang: 2011
Preis:  32,90 € / 0,75l bei Belvini


Es war etwa 10 Uhr morgens, als ich bei Dreissigacker im Hof stand und erstmal baff war. Schöner Hof, schöne Gebäude und der Verkostungsraum, in den ich einen Blick erhaschen konnte war klassisch und schlicht eingerichtet. Doch dann wurde meine Aufmerksamkeit erst einmal von einem der Bewohner des Hofes in Anspruch genommen:

Der Hund des Hauses...
Nachdem ich einige Streicheleinheiten vergeben hatte, nahm mich Jochen Dreissigacker in Empfang. Das erste, das ich aus seinem Mund hörte war "sorry!" (das sollte nicht das letzte Mal bleiben!). Warum entschuldigten sich Winzer eigentlich immer, wenn es etwas länger dauert oder mal etwas dazwischen kommt? Ich persönlich habe dafür vollstes Verständnis! Außerdem hatte ich ja einen neuen Freund, der mich beschäftigte!
Zuerst einmal zeigte mir Jochen das Weingut, sprich Pressen, Tanks, Fässer. Er hat von sich aus und ohne Probleme alles erzählt, was an seinem Betrieb und seiner Art wichtig, anders und einzigartig ist. Das fand ich schon einmal sehr toll. Nach der Probe sind wir auch zusammen raus in die Weinberge gefahren und er hat mir auch dort noch viel mehr erzählt. Insgesamt fühlte ich mich danach ungemein schlauer und das gefiel mir. Ich konnte nicht nur das Wissen um die Weine und den neuen Jahrgang mitnehmen, nein! Ich erfuhr auch etwas über die Umstände dahinter!

Aber ich möchte auch hier meinen folgenden Arbeiten, die noch kommen werden, schon allen Stoff wegnehmen. Das, worauf ich hinaus möchte, ist die Probe!
Es waren einige 2012er dabei. Sowohl frisch abgefüllte, als auch Fassproben. Die meisten der Weine sprachen mich direkt an, der ein oder andere war noch zu sehr vom Holz geprägt, aber was will man erwarten! Das sind alles noch "Föten", die teilweise erst im Herbst dieses Jahres auf die Flasche kommen.
Nach der Verkostung fragte mich Jochen, ob es noch etwas gäbe, dass ich probieren möchte. Schon allein das Angebot haute mich um! Ich meinte, dass der Einzigacker interessant für mich wäre. Und das ist eben der Wahnisinn. Der Wein ist eigentlich komplett ausverkauft. Doch Jochen Dreissigacker trieb eine Flasche für mich auf. Ich durfte den Wein nicht nur kosten, nein, danach durfte ich die Flasche sogar mit zu meiner Unterkunft nehmen und noch einmal in Ruhe probieren. Geile Nummer, oder?! Aber bevor die Flasche endgültig in meinen Besitz überging, wurde erst einmal mit dem gesamten Betrieb zu Mittag gegessen...

In der Nase habe ich leicht florale Noten und etwas Birne. Man erhascht noch eine leichte, aber klare Holznote, die den Ausbau in den 500-Liter-Fässern verrät, die aber schon gut eingebunden und gezähmt ist. Im Mund wirkt er sehr belebend mit Aromen von Kräutern und wieder taucht die Birne auf. Wie viele Weine des Weinguts (und wie schon bei Keller, wo Jochen Dreissigacker übrigens eine Zeit lang gelernt hat) hat auch dieser hier eine belebende, kühle Frische. Er ist aber keinesfalls ein leichter Vertreter, sondern bringt hintenraus auch einiges an Power mit! Der Wein macht auf jeden Fall viel Lust auf den nächsten Schluck und überzeugt auch, ihn einmal etwas länger atmen zu lassen!

War das da etwa wirklich gerade ein Weißburgunder? Wahnsinn, der hat mich total von den Socken gehauen, trotz der Leichtigkeit und Frische hatte er schon diesen burgundertypischen leicht cremigen Ansatz. Und Komplex, ja, das ist er allemal. Aber wie sagte schon Clueso über Lindenberg: "Er trägt dich auf Händen in seine Lieder!". Genau so ist auch der gute Tropfen hier. Der Wein begleitet dich und bietet es dir an, dich mit ihm zu beschäftigen. Und das fällt dir noch nicht einmal schwer! EINFACH GROSSARTIG! Diese Worte treffen es genau, sowohl in einzelner Hinsicht, als auch verknüpft.

♫ ♫ ♫ ♫ ♫ ♪ (5,5)

Donnerstag, 14. März 2013

Maximin Grünhäuser Herrenberg Riesling 2011



Bezeichnung: Maximin Grünhäuser Herrenberg Riesling 2011
Art: Weißwein
Herkunftsland: Deutschland
Anbaugebiet: Mosel
Lage: Herrenberg
Erzeuger: Carl von Schubert, Schlosskellerei Carl von Schubert

Rebsorte: Riesling
Alkoholgehalt: 12,5 % Vol
Jahrgang: 2011
Preis:  13,90 € / 0,75l bei K&U - Die Weinhalle


Als junger, unerfahrener Weintrinker, der noch am Anfang seines Werdegangs steht, habe ich natürlich versucht, so viele Informationen (teils auch unverständliche) wie möglich aufzusaugen. Besonders Videos und Filme habe ich dann irgendwann bevorzugt, weil sie gleich verständlich zeigen können, was vermittelt werden soll! Es war der Winter 2010, kurz nach Heiligabend, las ich in der Fernsehzeitung "Weinwunder Deutschland". Die Sendung des BR hatte mein Interesse geweckt. Auch die Sendezeit (16 Uhr) war interessant für mich. Also ran an den Speck und vor die Kiste gesetzt. Ein Stuart Pigott spielte da mit. Damals für mich noch ein völlig Unbekannter... Ein witziger, etwas verrückter Engländer, der schon noch etwas an seiner deutschen Aussprache hätte feilen können. Aber ich fand die Sendung toll. Die einzelnen Folgen dauerten nicht zu lang und waren gut gemacht. Tolle Bilder aus den Weinbaugebieten, lustige Zwischenszenen, informative Interviews und nebenbei immer mal wieder theoretisches zum Wein. Ich stand auf das Format. Und ich fand Stuart Pigott sympatisch. Also kaufte ich mir die DVD's.

Aber nun komme ich mal auf den Punkt! Während einer Folge (die da heißt: "Schloss oder Schuppen") besucht Pigott die Schlosskellerei Carl von Schubert an der Mosel. Es dauerte nicht lange bis Stuart Pigott und Dr. Carl von Schubert die Weine des Guts probierten. Und ich war einfach nur baff, als ich das Etikett sah. Tolles Etikett, sehr mutig, wenn man bedenkt, welche Wirkung es wohl auf die meisten hat. Doch mir hat es gefallen! Am Ende hieß es aus dem Mund des Engländers dann auch noch, dass die Weine klasse sind. Also habe ich mir geschworen, dass mal was davon her muss. Und letztens war es dann so weit. Ich hatte mal wieder beschlossen, bei K&U zu bestellen und ganz spontan landeten zwei Flaschen von Dr. Carl von Schubert im Warenkorb. Aber nicht irgendein Wein, nein... Ein Riesling musste es natürlich sein! Und weil ein normaler auch nicht reicht, ist es natürlich eine Sonderabfüllung für K&U. Fass N°28. Da hat der Martin Koessler mal wieder sein Können bewiesen!



In der Nase zeigt er Aromen von reifem Pfirsich, Birne und weißer Traube. Außerdem wirkt er schon beim Riechen ziemlich frisch und jung. Die Aromen präsentieren sich sehr deutlich und solide. Am Gaumen fällt einem sofort ein Geschmackston auf, der (ja, das klingt jetzt komisch, aber so ist es halt!) sehr an weiße Weintrauben erinnert. Dem auf den Fersen folgt die unglaublich intensive Säure (ist halt doch noch ein Jungwein), die den Wein wirklich sehr frisch wirken lässt. Über die Struktur braucht man hier also gar nicht reden, die fällt ganz klar zu Gunsten der Säure aus. Im Abgang macht er aber trotzdem Lust auf mehr und macht gar nicht sauer! 
Habe ich außerdem schon erwähnt, dass mir das Etikett sehr, sehr gut gefällt? Rückblickend auf den Wein von letzter Woche muss ich sogar sagen, dass mir dieses hier noch besser gefällt!

Ich verspreche diesem Wein eine tolle Zukunft. Der läuft nicht nur jetzt schon einen Halbmarathon ohne zu schwitzen (und das in dem jugendlichen Alter), der wird mit der Zeit auch noch den Iron Man schaffen!
WOW!

♫ ♫ ♫ ♫ ♫ (5)

Freitag, 8. März 2013

Domaine de Valmengaux 2007


Bezeichnung: Domaine de Valmengaux 2007
Art: Rotwein
Herkunftsland: Frankreich
Anbaugebiet: Margaux (Médoc/Bordeaux)
Lage: ---
Erzeuger: Béatrice und Vincent Rapin, Domaine de Valmengeaux

Rebsorte: 85% Merlot, 10% Cabernet Franc und 5% Cabernet Sauvignon
Alkoholgehalt: 13,0 % Vol
Jahrgang: 2007
Preis:  13,90 € / 0,75l bei K&U - Die Weinhalle


Was macht man an einem verregneten Tag, an dem man eigentlich seine Hausaufgaben erledigen sollte? Langweilen tut man sich eh, aber auf Hausaufgaben hat man sowas von gar keine Lust... Richtig! Man "surft" auf der Seite seines Lieblings-Weinhändlers und vertreibt sich so die Zeit. Wein brauchte man eh wieder, der "Keller" (wenn ich sowas schreibe, dann muss ich immer lachen!) war so gut wie leer. Und bei der Suche tritt einem dann dieser Kandidat unter die Augen. Jeder andere würde da die Beschreibung lesen, trifft der Wein den persönlichen Geschmack? Gibt es etwas, dass ihn interessant macht? 

Ich verfuhr nicht auf diese Weise. Ich habe bei der Beschreibung nur das Wort "Bordeaux" und den Preis mit "13,90 €" gelesen und schon landete eine Bouteille in meinem Warenkorb. Bestellt habe ich im Sommer, die 2 Wochen Ruhezeit sind schon längst verstrichen, der Sommer auch. Und wenn ich nicht aufpasse ist der Winter, "die Rotweinzeit" auch bald schon wieder weg vom Fenster! Deswegen landet er heute bei mir im Glas!

Was mir schon an der Flasche auffiel, war das Etikett. Es ist im Hintergrund in schlichtem Weiß gehalten, ganz, wie man es von einem Bordeaux erwartet. Zweigeteilt ist es, das große (siehe oben) nur mit dem Namen des Weins. Auf dem zweiten, kleineren Etikett wird auf anschauliche Weise die Entstehung des Dömaine-Namens erklärt. 



Rechts auf dem kleinen Etikett stehen Herkunftsbezeichnung, der Jahrgang, dass es eine "Gutsabfüllung" ist und natürlich der Hinweis auf enthaltene Sulfite:



Dies ist ganz klar eines der schönsten, gelungensten und was die Deklaration betrifft auch übersichtlichste Etikett, das mir in den letzten Monaten untergekommen ist! Aber spiegelt das Etikett auch den Inhalt wieder? 
Finden wir es heraus!

Das gute Tröpfchen ist wie die Farbe verrät ein Rotwein... Ok, Spaß beiseite, es wird ernst! In der Nase zeigt er ganz klar eine Lakritz-Note, außerdem etwas Leder. Im Hintergrund dann Kirsche und schwarze Beeren, auch etwas Himbeere. Am Gaumen wiederholt sich das Lakritz. Was mich sofort umgehauen hat war die Struktur. Nicht ausgeglichen, eher tanninlastig. Das aber passt total! Er hat nicht so wenig Tannin, dass er langweilt, das ist gut, aber ein bisschen schreit er schon, präsentiert sich als Tanninbombe. Beim Zähneputzen danach also auch unbedingt auf der Zunge. Ich hatte Angst, dass ich drei Tage lang gar kein Gefühl mehr habe (na gut, 2,5). So nach und nach kommen aber auch Nuancen verschiedener Gewürze. Oregano, Thymian und ein anderes bekanntes, das ich gerade nicht im Kopf habe. Nach dem Schlucken heißt es erst einmal "Oh Gott, ich habe Haare im Mund, raus damit", aber da sind ja gar keine, ich habe ja nur Wein getrunken. Dafür gestaltet sich das Finale vorher auch dementsprechend kraftvoll, dort merkt man dann auch etwas den Alkohol (dabei sind das ja nur schlappe 13 PS). 

Das Fazit ließt sich ja schon in der Bewertung. Und wer mich einigermaßen kennt, der kann es sich auch denken. Das ist einfach kein Wein für mich. Weiß muss bei mir Ecken und Kanten haben; Rot darf, sollte sich aber beim Tannin trotzdem zurückhalten. Doch aufgrund der wirklich sehr interessanten Aromen, die er zeigt bekommt dieser Wein einen halben Bonuspunkt. Ein ehrlicher, handwerklich sicherlich mehr als gut gemachter Wein, aber das Gesamtbild stimmt einfach nicht. Objektiv versuche ich, aber subjektiv bin ich nunmal!
♫ ♫ ♫ ♪ (3,5)

Mittwoch, 27. Februar 2013

Domaine du Grand Tinel blanc 2004


Bezeichnung: Domaine du Grand Tinel blanc 2004
Art: Weißwein
Herkunftsland: Frankreich
Anbaugebiet: Côtes du Rhône
Lage: ---
Erzeuger: Christophe, Béatrice und Isabelle Jeune, Domaine du Grand Tinel

Rebsorte: 60% Grenache Blanc, 20% Clairette, 20% Bourboulenc
Alkoholgehalt: 13,5 % Vol
Jahrgang: 2004
Preis:  ca. 22 € / 0,75l


Auch dieser Wein hat eine Geschichte...
Es war kurz nach meinem Praktikum im August. Ich hatte einen ganzen A***h voll Wein vom Weingut Helmut Geil. Diese Weine überzeugten mich so, dass es mich bei dem Gedanken, sie alle selber zu trinken grauste! Ich musste das Zeug unter's Volk bringen, verbreiten! Also erstmal zwei Pakete mit jeweils identischem Inhalt für die Freunde in der Umgebung zusammengestellt und hingefahren. Über Facebook kannte ich damals auch schon eine Hand voll Leute, die man auch als Vinophile bezeichnen konnte, Verbündete im Wein sozusagen. Einem davon schrieb ich kurzerhand. Was er denn von einer Art "Weintausch" halte? Ich schicke ihm drei Flaschen, er mir auch. So kommt man mal an etwas neues. Tja, das klappte dann auch! Er bekam drei mal Rheinhessen, ich dafür drei Flaschen Vin de France. Tja, und jetzt sind wir da gelandet, wo wir heute sind. Bei der aktuellen Verkostung.

Das Bukett ist der absolute Wahnsinn! Als erstes fällt mir ein wirklich betörender Rosenduft auf. Toll! Dazu kommen Zitrus- und Grapefruitnoten. Außerdem nimmt man mit der Zeit noch etwas wahr, dass sehr an frische Brotkruste erinnert. Im Mund wirkt er etwas breit und rollt herb über die Zunge. Ganz klar wiederholen sich hier Zitrus und Grapefruit. Auch die Brotkruste zeigt sich hier wieder intensiv! Er hat wirklich eine tolle Säure, dafür, dass er schon 9 Jahre auf dem Buckel hat! Er besitzt eine super Struktur! Im Abgang zeigt er sich sehr... ich sage mal "schüttelnd". Sehr intensiv und herb, dort lohnt der Vergleich mit einem Bodybuilder!

Wow! Der ist wirklich ein "Athlet". Ein Leichtathlet um genau zu sein, ein Zehnkämpfer. Sowohl im Bukett als auch am Gaumen präsentiert er sich vielfältig, ohne jedoch zu übertreiben. Die Aromen arbeiten Hand in Hand und vor allem der Brotton macht ihn zu einem unvergesslichen Erlebnis. Mein liebenswerter Gönner meinte, dieser Wein habe soeben seinen Höhepunkt. Ich kenne den Werdegang des Weines ja nicht, aber als Höhepunkt kann man das hier schon beschreiben! Ich bin einfach hin und weg! 
Das einzige Manko: Der Alkohol haut schon rein, man schafft sein Soll also gar nicht (bzw. mein persönliches Soll, ich Lusche!). 

♫ ♫ ♫ ♫ ♫ ♪ (5,5)

Montag, 18. Februar 2013

"MADHU" Rotweincuvée trocken 2009


Bezeichnung: "MADHU" Rotweincuvée trocken 2009
Art: Rotwein
Herkunftsland: Deutschland
Anbaugebiet: Pfalz
Lage: ---
Erzeuger: Weinhaus Schneiderfritz

Rebsorte: Cuvée aus Dornfelder und Dunkelfelder
Alkoholgehalt: 12,5 % Vol
Jahrgang: 2009
Preis:  um ca. 10 € / 0,75l


Jetzt, wo es "wieder wärmer wird" fange ich dann auch einmal konsequent mit den Roten an. Aber besser spät als nie!Die Geschichte dieses Weins ist so wie beim letzten auch ziemlich einfach. Doch dieses Mal handelt es sich nicht um ein Geburtstagsgeschenk. Ich war mal wieder zufällig bei meinem Lieblingsbuchhändler (dessen Laden mittlerweile einer gut bestückten Vinothek gleicht) um ein Buch abzuholen. Da fiel mir dieser Wein auf. "MADHU"... Komischer Name. Deutscher Winzer... Noch seltsamer. Aber die Neugierde war geweckt und die Flasche kurzerhand gekauft. Der Buchhändler hatte mir den Wein auch wärmstens empfohlen. Und heute führe ich das Schaf zur Schlachtbank... Ähm... Ich meinte natürlich das ausgemusterte Rennpferd... Ach... Schwachsinn, den Wein natürlich. Mal sehen, ob das Beil fällt!

Der Wein riecht wunderbar fruchtig nach Kirsche, Erdbeere und Litschi. Außerdem ist da etwas Bekanntes. Na, Marmorkuchen... Das ist doch ganz logisch! Mit der Zeit kommt ein Anklang von Gummibären hinzu. Im Mund dann die volle Bombe, keine Spur mehr von Fruchtigkeit, allein die Kirsche lässt sich noch erahnen. Am Gaumen macht sich die volle Ladung Gerbstoffe breit (na gut, so viel Tannin ist es nicht, aber für meinen Geschmack...). Trotzdem zeigt er im Nachhinein auch genug Säure um dies angenehm auszugleichen, da ist aber dann "Luft" das Stichwort. Apropos breit: Genau so wirkt er, zeigt dabei aber doch Finesse (fast so wie dieser Song: Bruno Mars - Locked out of Heaven). Er präsentiert sich keinesfalls warm, sondern hat eher eine kühle Art (nicht so der Hit wenn man einen Kaminwein sucht). Das Finale ist kräftig, ein wenig pelzig. Das adstringierende Gefühl bleibt ziemlich lange, aber ist irgendwie phänomenal. Irgendwie einem "Weißwein-Abgang" ähnlich, nur eben mit Gerbstoff!

Tipp: Der Wein hat wirklich berechtigte 5 Punkte von mir verdient. Er ist an sich ein toller Rotwein, bietet durch den Kontrast von Bukett und Gaumen eine Erfahrung, die man einfach mal gemacht haben muss. Außerdem macht sich eine Flasche mit diesem Namen im Keller bestimmt gut! ;-)
Nur sollte man beim Genuss besser auf die Jahreszeit achten: Für Frühling oder Herbst ist er prima, im Sommer geht er eventuell. Aber für den Winter präsentiert er sich einfach zu kühl (ich gebe hier nur meine Meinung wieder!).


♫ ♫ ♫ ♫ ♫ (5)

Ach ja, "Madhu" kommt übrigens aus dem Sanskrit und bedeutet "Saft, der das Leben versüßt"
Eine passende Namensgebung also!

Donnerstag, 31. Januar 2013

Rödelseer Küchenmeister Silvaner Spätlese trocken


Bezeichnung: Rödelseer Küchenmeister Silvaner Spätlese trocken
Art: Weißwein
Herkunftsland: Deutschland
Anbaugebiet: Franken
Lage: Rödelseer Küchenmeister
Erzeuger: Winzergemeinschaft Franken eG

Rebsorte: Silvaner
Alkoholgehalt: 12,5 % Vol
Jahrgang: 2010
Preis:  --- € / 0,75l

Die Geschichte diese Weins ist ziemlich einfach: Er ist ein Geburtstagsgeschenk. Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei den beiden Schenkenden bedanke!


Die GWF ist ja hier in Franken verständlicherweise sehr bekannt! Meist handelt es sich um einfache und auch mal ansprechende Weine im Supermarkt oder an der Tankstelle. Die Preise sind moderat, der Wein tut einfach keinem weh! Und trotz vielen anderen Weintrinkern, denen zu diesen Weinen schon fast nichts anderes als Hasspredigten ("Ach Gott, den kann man im Supermarkt kaufen? Dann kann es ja gar nicht Gescheites sein!") einfallen mag ich diese Weine sehr gerne. Sie sind freilich nichts um ein 3-Gänge-Menü zu begleiten, aber dafür werden sie ja auch nicht gemacht! 

Der Wein riecht nach Zitrone und einem Blumenstrauß mit den unterschiedlichsten, wohlriechenden Blumen. Im Mund bietet er wieder die Zitrone, bringt aber auch eine erdigen Ton mit. Fast würde ich es steinisch nennen (wenn dieser Begriff nicht mit dem mittlerweile verhassten und ausgelutschten Begriff "mineralisch" zusammen hängen würde!), auf der Zunge vermittelt er eine angenehme Cremigkeit, er rennt nicht, streikt aber auch nicht, er schmeichelt! Auch im Finale findet sich dieses Cremige wieder, dadurch fällt es sehr angenehm und gefällig aus! Der Spätlesecharakter dieses Weins wird auf jeden Fall durch eine leise mitwirkende Süße deutlich, trotzdem verliert er nichts an seiner trockenen Art. Der Alkohol in der Rückhand gibt dem Wein Stabilität und tut ihm gut. Es handelt sich hier um einen wirklich tollen Alltags- und Trinkwein!


Tipp: Es lohnt sich wirklich, dem Wein einen Tag Zeit zu geben, das Ergebnis lässt jede Warterei vergessen!


♫ ♫ ♫ ♪ (3,5)